Ausstellung

Ulrich Wüst

Morgenstraße

05.04.2001 -
20.05.2001

Ulrich Wüst wurde 1949 in Magdeburg geboren. Von 1967 bis 1972 studierte er in Weimar an der Hochschule für Architektur und Bauwesen im Fach Stadtplanung. Bis 1977 arbeitete er als Stadtplaner, vor allem in Berlin, wo er seit 1972 lebt. Von 1979 bis 1983 war Ulrich Wüst als Bildredakteur und Fotograf tätig. Seit 1984 arbeitet er freiberuflich als Fotograf.

Seine etwa 100 in Magdeburg gezeigten Fotografien entstanden zwischen 1976 und 2000. Sie wirken karg, streng, von Strukturen bestimmt. Dennoch wecken sie die Neugier und bieten aufschlussreiche Einblicke in die Struktur und den Wandel einer Stadt ab Mitte der 70-er Jahre bis zur unmittelbaren Gegenwart. Sie sind ein Ergebnis der periodischen Besuche Wüsts in seiner Heimatstadt. Die so entstandene Bild-Chronik war nicht die eigentliche Absicht des Fotografen. Dennoch ist Geschichte ein Bestandteil der Aufnahmen, als persönliche Erinnerung und als inzwischen verändertes Stadtbild.
Der individuelle Blick von Ulrich Wüst weckt die Neugier der Betrachte*innen und regt Vergleiche mit der eigenen Sicht auf die Gegenwart des Ortes, seines eigenen Lebensraums an. Bereits der Titel der Ausstellung nimmt darauf Bezug: Morgenstraße. Zu dieser Straße gehören noch die Mittag- und die Abendstraße, wodurch die Natur in Gestalt des Sonnenstandes im Stadtbild präsent ist.

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Publikation zur Ausstellung

Ulrich Wüst. Morgenstraße, Magdeburg 1998-2000
Hrsg. Landeshauptstadt Magdeburg, Magdeburger Museen (Matthias Puhle) und Stadtplanungsamt (Eckhart Peters)
Texte: Annett Gröscher, Matthias Flügge, Uwe Gellner
104 Seite, 88 Duoton-Fotografien, Hardcover (mit Umschlag)
Halle, Verlag Janos Stekovics, 2001
ISBN 3-932863-67-4
Preis: vergriffen