Foto: Kunstmuseum Magdeburg

Zwei Plastiken wurden wieder aufgestellt 

Museen werden in der Öffentlichkeit oft aufgrund spektakulärer Ausstellungen wahrgenommen. Diese sind jedoch nur ein Teil ihrer Aufgaben. Ebenso wichtig ist die zumeist wenig Aufsehen erregende Arbeit an und mit der Sammlung, das Erschließen, Beschreiben, Katalogisieren oder die Konzeption für die nächsten Jahre. Ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld stellt die Erhaltung der Objekte dar, wozu auch Restaurierungen, die mitunter sehr viel Zeit, Geld und auch Personal erfordern, gehören.

Die kunstwissenschaftliche Erfassung und  Bearbeitung der Objekte ist jedoch nicht allein für die Ablage im Regal von Bedeutung, sondern viel mehr für Ausstellungen, Kataloge und andere Medien der Vermittlung. Deshalb ist ein Museum, das für Besucherinnen und Besucher geschlossen ist, kein Museum im Stillstand.

So ist es auch im Kunstmuseum Magdeburg. Zwei Plastiken, die vor geraumer Zeit durch Vandalismus beschädigt worden sind, konnten inzwischen repariert und wieder aufgestellt werden. Dabei handelt es sich um die „Sitzende / Erwartung“ (1984) von Peter Kern und die „Schreitende“ (1976/1980) von Emerita Pansowova. Für die „Sitzende“ musste außerdem noch ein neuer Standort gefunden werden, wodurch sie vom Fürstenwall in die unmittelbare Nähe des Museums ‚umziehen‘ konnte.   

Bei der „Sitzenden“ handelt es sich um eine junge, schwangere  Frau. Ihr gedrungener, schwerer Körper erscheint sinnlich, aber zugleich beschützend in Bezug auf das Kind. Immer wieder war an ihrem früheren Standort zu beobachten, dass sie berührt wurde und wer weiß, vielleicht überträgt sich ihre positive Zuversicht auch auf jene, die sie berührt haben.

Die „Schreitende“ stellt dagegen ein Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden dar. Ihr Körper wirkt einerseits schlank, andererseits klobig und noch nicht zu Ende geformt. Dennoch schreitet sie vorwärts, offen, mutig, ohne dabei ihre Arme schützend oder schüchtern vor den Körper zu halten.  

Auf dem Foto ist der Restaurator Sebastian Anastasow zu sehen, der letzte Arbeiten an Peter Kerns „Sitzender“ ausführt.

Hinweis:
Das Museum ist weiterhin für Besucherinnen und Besucher geschlossen. 
Fragen könne Sie in der Zwischenzeit gerne an uns richten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums sind von Montag bis Freitag weiterhin erreichbar.
Wir hoffen auf Ihr Verständnis für diese Maßnahme und danken für Ihre Geduld. Als öffentliche Einrichtung möchten wir unserer Verantwortung zur Eindämmung der Corona-Erkrankungen und zum Schutz der Mitglieder unserer Gesellschaft gerecht werden.
Kommen Sie gut und gesund durch diese Zeit!

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