FIGUR & GEFÄSS
12. März - 3. Mai 2015

Eröffnung am 11. März 2015 , 19.00 Uhr | Wir laden Sie dazu herzlich ein!

Anlass der Ausstellung ist das Jubiläum, mit dem die Hochschule für Kunst und Design in Halle, die BURG, in diesem Jahr auf ihr 100jähriges Bestehen zurückblickt. Ein Jubiläum bietet die Gelegenheit zum Rückblick. Für Magdeburg liegt es nahe, in den eigenen Sammlungen nach Zeugnissen zu schauen, die die Geschichte illustrieren. So verbinden sich die Biografien der ausgewählten Künstler als Studenten oder Lehrkräfte mit der BURG. Dabei stehen sie stellvertretend für nicht wenige weitere Namen und auch für Vertreter anderer Kunstgattungen in den Sammlungen.
Die reiche Zahl an Werken von BURG-Künstlern im Magdeburger Museumsbesitz illustriert den Stellenwert der Hochschule. Zumeist wurden die Stücke kurz nach ihrer Entstehung erworben. Damit verband sich die Erwartung, dass sie in die Kunstgeschichte eingehen und auch später noch ihre Bedeutung haben werden. Allerdings bezeugt diese Ausstellung nur fünf Jahrzehnte der Geschichte der BURG, die Phase, aus welcher sich besonders viele Beispiele in den Kunst- und kunsthandwerklichen Sammlungen des Kunstmuseums und des Kulturhistorischen Museums in Magdeburg befinden, in den 1970er und 1980er Jahren.
Beziehungen zwischen der Figur und dem Gefäß stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Dies spielt an auf die gattungsoffene Ausbildung an der BURG, die hier stets zu Begegnungen und Durchdringungen zwischen angewandtem und freiem künstlerischen Unterricht führte, im Gegensatz zu anderen Hochschulen. Oft lassen sich die Werke nicht eindeutig kunsthandwerklich oder frei-künstlerisch kategorisieren, wobei die Offenheit eine für die BURG charakteristische Vielfalt in der Beziehung aus Material, Form und Oberfläche ermöglicht. Teils sind die ausgestellten Beispiele beides, Figur & Gefäß.
Aus heu
tiger Sicht wirkt der Ausdruck und Selbstanspruch mancher Werke recht gebunden und kleinformatig, was nicht der damaligen Sicht entspricht. Diese Nähe zum Betrachter wurde gesucht. Wenngleich nicht radikal, so übertreten diese Künstler mit ihren Werken dennoch die formelhaften Grenzen zeittypischer Erwartungen. Ihre poetische Originalität war damals ein Ausdruck für subjektiven Freiraum, was unverkennbar geblieben ist.

Künstler
: Ute Brade, Wilfried Fitzenreiter, Johann-Peter Hinz, Lutz Holland, Gertraud Möhwald, Antje Scharfe, Hans-Joachim Schirrmeister, Gustav Weidanz

Zur Eröffnung spricht der Rektor der Hochschule, Prof. Dieter Hofmann.


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Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen | Regierungsstraße 4-6 | 39104 Magdeburg 
Dienstag bis Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr | Sonnabend und Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr 
Eintritt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro | freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 J.
www.kunstmuseum-magdeburg.de