Einladung zur Fortbildung | 28.9.2021 | 16.00 Uhr

Wir laden Sie herzlich zum Rundgang durch drei Ausstellungen ein, am 28.9.2021, 16.00 Uhr.

- Dieter Goltzsche, Landschaft mit Litfaßsäule (25.9.2021 – 20.2.2022)
- Liliane Tomasko, Morpheus (7.9.2021 – 6.1.2022)
- Hans-Wulf Kunze, Fischfabrik (25.9.2021 – 6.1.2022)

Mit Dieter Goltzsche präsentiert das Kunstmuseum nicht nur einen der – wie Max Uhlig oder Horst Bartnig – unabhängigen Künstler der DDR, sondern zugleich auch die Teile seiner umfangreichen Schenkung an das Museum.
Seine Zeichnungen, Grafiken und Aquarelle öffnen nicht nur ein Fenster zur Wirklichkeit, sondern viele. Wer dabei Behaglichkeit erwartet, wird enttäuscht. Vielmehr begegnet man Dynamik und Konzentration. Die oft skizzenhaft gehaltenen Arbeiten fixieren Eindrücke. Splitter der Realität mischen sich dabei mit abstrakten Linien und Flächen. Eine Deutung fällt schwer, dafür tragen die Blätter Geschichten in sich, die immer neu und anders erzählt werden können.

Die Ausstellung Liliane Tomaskos ist kein Traum, sie ist aus Träumen gemacht.
Es gibt keinen Fixpunkt in den Bildern. Gegenstände oder Konturen sind Bögen, Streifen und Flächen gewichen. Man könnte auch sagen, sie haben sich verwandelt und könnten es wieder tun.
So ließe sich auch der Titel der Ausstellung, „Morpheus“, beschreiben. Der Gott des Schlafes hat keine feste Gestalt, sondern kann eine jegliche Form annehmen.
Waren es vor einigen Jahren Betten, Laken oder Kissen, denen man in der Malerei der in der Schweiz geborenen Künstlerin begegnete, so haben sich diese in abstrakte Flächen aufgelöst. Hier wie dort gilt die Aufmerksamkeit von Liliane Tomasko jedoch den Zwischenwelten von Traum und Schlaf.

Es sind Nahaufnahmen, dennoch ist das, was sie zeigen, in der Vergangenheit versunken. Hans-Wulf Kunze hat über einen längeren Zeitraum junge Arbeiterinnen und Arbeiter in der Fischfabrik in der Großen Diesdorfer Straße fotografiert. Porträts mischen sich mit Detailaufnahmen, dem besonderen Moment oder tauchen ein in den Arbeitsalltag, in das Zusammenspiel von Menschen, Arbeit, Werkzeugen und verschiedenen Strukturen.
Die Mehrzahl der Fotografien entstand 1986. Die letzten datieren von 1989, sodass man sich plötzlich als Zeitreisender fühlt, der um die Geschichte weiß, die, kurz nachdem die Aufnahmen entstanden, einen völlig anderen Verlauf nahm.  

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Förster

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen | Regierungsstraße 4-6 | Tel.: 0391.56 50 20 | www.kunstmuseum-magdeburg.de | uwe.foerster@kunstmuseum-magdeburg.de oder kunstvermittlung@kunstmuseum-magdeburg.de