Abb.: Michael Hofstetter, upcycling 2013/2019, Foto: Kunstmuseum Magdeburg

Sie sind herzlich eingeladen zu einer Führung in der Ausstellung von Michael Hofstetter, am 26. März 2020, 16.00 Uhr.

Michael Hofstetter | gefühle, abgründe, zufälle, unglücke | Ausstellung vom 26. März - 1. Juni 2020

Seit kurzem leuchtet eine Lichtinstallation von Michael Hofstetter an der Fassade des Kunstmuseums. Die bunten Neonbuchstaben sind keine speziell angefertigten, sondern gehörten ursprünglich zu Werbebotschaften oder Namenszügen von Geschäften. Michael Hofstetter hat sie gesammelt und wieder verwendet. Die insgesamt 70 Buchstaben zitieren einen Satz von Theodor W. Adorno: Die Wirklichkeit der Kunstwerke zeugt für die Möglichkeit des Möglichen. Damit ist aus Werbung Philosophie und Kunsttheorie geworden. Die Dinge haben sich verwandelt, was auch der Titel der Arbeit „upcycling 2013/19“ verdeutlicht. Die Entstehung dieses Werks verrät aber zugleich einiges über die künstlerische Position Michael Hofstetters. Mit seinen Arbeiten mischt er sich immer wieder in den Kunst- und Alltagsdiskurs, und zwar genau an dessen Schnittstellen. Nicht nur hier, bei „upcycling“, ist der Satz Adornos deshalb eine wichtige Referenz. Immer wieder gelingt es dem Künstler, seine Arbeiten so zu platzieren, dass die Perspektive ein wenig verrückt wird, dass Erwartungen nicht erfüllt werden und Verhaltensmuster fragwürdig erscheinen. Der Wirklichkeit fügen sich so andere Möglichkeiten hinzu. Ob man sie wahrnimmt oder darauf reagiert, bleibt den Rezipienten überlassen. Dieses Spiel mit der Wirklichkeit oder den Wirklichkeiten findet sich auch im Titel der Ausstellung:  gefühle, abgründe, zufälle, unglücke. Es ist nicht festgelegt, dass ein Zufall etwas Schönes bedeutet. Er kann auch eine Katastrophe zur Folge haben, wie auch Gefühle die Wahrnehmung leiten oder prägen und zu unterschiedlichen Betrachtungsweisen führen.
Die Lichtskulptur bildet jedoch nur den Anlass der Ausstellung. Gezeigt werden außerdem Arbeiten Michael Hofstetters aus einem größeren Zeitraum, wie „ohne mich“ (1993), „Theorie der Geister“ (1990), „Arbeitskleidung“ (2009) oder „Toxic sculpture“ (2008/2015).  

Vom LISA gibt es zu Fortbildungen durch weiterführende Träger folgende Mitteilung:
Derzeit ist die Anerkennung von Fortbildungen weiterer Träger ausgesetzt. Das schließt aber keinesfalls eine Teilnahme von Lehrkräften an den Angeboten aus. Lehrkräfte können, entsprechend RdErl. des MK vom 16.9.2013 - 33-03000-2 2Übertragung von Entscheidungsbefugnissen auf Schulleiterinnen und Schulleiter", eine Teilnahme an der Fortbildung auch ohne WT-Nummer beantragen (Antrag auf Sonderurlaub, unter Fortzahlung der Bezüge). 

Eine Teilnahmebestätigung kann von uns ausgestellt werden. 

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Uwe Förster

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