Logo Kunst Museum Magdeburg

 

Foto: Kunstmuseum Magdeburg

Ein Blick hinter verschlossene Türen

Die Türen des Kunstmuseums sind gegenwärtig zwar geschlossen, aber dahinter wird dennoch weitergearbeitet, so zum Beispiel in der Kirche. Erst Ende 2018 wiedereröffnet, steht nun die zweite große Etappe ihrer Sanierung bevor. Dafür bedarf es einiger Vorbereitungen. Die sichtbarste ist der Abbau der Orgel. Mitarbeiter der Orgelbaufirma Jehmlich, Dresden, sind seit einigen Tagen damit beschäftigt, das über 10 Meter hohe und mehr als 5000 Pfeifen umfassende Instrument zu demontieren.  Einer von ihnen war einst als achtzehnjähriger Berufsanfänger dabei, als man 1979 das Instrument in Magdeburg errichtete. Wie damals bedeutet das auch heute viel Handarbeit. Deshalb ist er nicht allein, sondern fünf weitere Mitarbeiter der seit 1808 bestehenden Firma sind damit beschäftigt, unzählige große und kleine Teile zu ordnen und für die zweijährige Einlagerung vorzubereiten.

Doch warum? Hätte man die Orgel auch einfach einhausen können, damit sie nicht verschmutzt? Es muss also einen außergewöhnlichen Grund für die nicht alltägliche Entscheidung zum Abbau des Instruments geben.

Dieser Grund liegt über 70 Jahre zurück und ist mit der Bombardierung Magdeburgs im 2. Weltkrieg verbunden. Damals wurde auch der Chor der Kirche getroffen. Dabei zerstört wurde das gotische Gewölbe.  Beim Wiederaufbau 1952 unterließ man es, wohl auch aus Kostengründen, das Gewölbe zu erneuern. Eine flache Holzbalkendecke trat an seine Stelle.

Nun hat sich die Stadt Magdeburg, die das Gebäude nutzt, entschlossen, den im Krieg verursachten Schaden zu beseitigen und das Gewölbe wiederherzustellen. Auch das ist nichts Alltägliches. Die Gäste des Museums können sich also auf etwas freuen, was in doppelter Weise außergewöhnlich ist: die Wiederherstellung des Chorgewölbes und damit der Kirche in ihrer großartigen gotischen Architektur. 

Nach dem Abschluss der Sanierung, 2021, die nicht nur das Chorgewölbe umfasst, kehrt die Orgel dann wieder an ihren Platz zurück.

 


____________________________________________

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Kunstmuseums,

gern hätten wir Sie an dieser Stelle über unsere neuen Veranstaltungen und vor allem die Ausstellung von Michael Hofstetter berichtet.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Zusammenhang mit dem SARS-COVID-2-Virus müssen wir Ihnen mitteilen, dass das Kunstmuseum  vorsorglich seinen öffentlichen Betrieb vorübergehend eingestellt hat. Das bedeutet, es ist für Besucherinnen und Besucher geschlossen, sofern es sich nicht um Aufträge, vertragliche Leistungen, Lieferungen und andere Verpflichtungen handelt, wie z.B. die laufenden Bauarbeiten.

Die ggf. bereits andernorts veröffentlichten Veranstaltungen zwischen dem 16.3. und voraussichtlich Mitte April 2020 finden nicht statt. Das betrifft auch die Eröffnung der Ausstellung von Michael Hofstetter. Betrachten Sie also auch die ggf. zugeschickte Einladung als nicht gültig.

Wir folgen damit den Handlungsempfehlungen und Anweisungen des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Magdeburg.

Sofern möglich, werden ausgefallene Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Über unsere Website http://www.kunstmuseum-magdeburg.de können Sie den aktuellen Stand einsehen.

Sobald die neuen Termine feststehen, erhalten Sie in gewohnter Weise Informationen zu unseren Veranstaltungen. Fragen könne Sie in der Zwischenzeit gerne an uns richten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums sind Montag bis Freitag weiterhin erreichbar.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis für diese Maßnahme und danken für Ihre Geduld. Als öffentliche Einrichtung möchten wir unserer Verantwortung zur Eindämmung der Corona-Erkrankungen und zum Schutz der Mitglieder unserer Gesellschaft gerecht werden.

Kommen Sie gut und gesund durch diese Zeit!

 

_________________________________________________________________

 

 

 

Über 1300 Besucher haben während der Langen Nacht der Fotografie die Ausstellung und zahlreiche Konzerte sowie andere Angebote genutzt. Die folgenden Fotografien vermitteln einige Impresionen.

die Theatergruppe "Maraña"

das Geometrische Ballett

Mitglieder des Vereins des Friseurmuseums verwandeln Besucherinnen und
Besucher in Models aus den 20er Jahren

Sophie Bartels mit ihrer Puppe Maragete von Sägebrecht

Carolina Eyck und ihr Theremin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

das Duo "Cubehog"

alle Fotos: Thomas Sasse

 

 

 

LANGE NACHT DER FOTOGRAFIE AM 25.1.2020 | Einlass ab 18.30 Uhr


Geometrisches Ballett  Hommage à Oskar Schlemmer von Ursula Sax

Bildhauerei als Grundlage eines Bühnenstücks: Im Bauhaus-Jubiläumsjahr brachten freie darstellende Künstlerinnen und Künstler aus Dresden das „Geometrische Ballett“ von Ursula Sax als szenische Wiederaneignung mit Live-Musik zur Uraufführung. Gewidmet Oskar Schlemmer und dessen „Triadischem Ballett“, rückte das Stück im Bauhaus-Jubiläumsjahr wieder in das Interesse der Kunstwelt, nachdem es bereits 1990 an der Akademie der Künste Berlin in Ansätzen sowie 1992 bei den Theatertagen in Braunschweig als Ganzes aufgeführt wurde. 

Charakteristikum des Konzepts von Ursula Sax ist die Gattungsüberschreitung von Skulptur, Performance, Tanz, Theater und Musik, ohne dabei ein Libretto vorzugeben. Emotional führte die Reise von sehr witzigen Momenten und Heiterkeit infolge der extremen Bewegungseinschränkungen zu starker körperlicher Belastung durch die kompakten Filzobjekte bis zu bedrückenden Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit den archaischen Grundtypen der Körpermasken/Tanzskulpturen.

Auf verführerische Weise verbinden die Luftkleider, Körpermasken und Körperpappen uns mit der Bauhausgeschichte und insbesondere mit dessen künstlerischen und theaterwirksamen Aspekten. Diese machten einen großen Teil der Praxis am Bauhaus aus, die jedoch kaum noch praktisch erlebbar ist. Inhaltliche Schwerpunkte in der Arbeit mit den Repliken der Objekte sind das Verhältnis von Form und Raum, sowie Skulptur und Bewegung. Eine besondere Rolle spielt dabei die Musik von Sascha Mock, die parallel zum szenischen Entstehungsprozess entsteht. Neben der Frage der Bewegung von Körpern im Raum und im Verhältnis zur Musik ergeben sich dem heutigen Dresdner Inszenierungsteam um die Choreographin Katja Erfurth zeitgemäße, in die Realität reichende Themen: Wie zum Beispiel Körper und Maske, Verhüllung und Individualität, Masse und Individuum, Abstand und Nähe sowie Schutz und Durchlässigkeit.

Tickets im VVK gibt es bei https://www.eventim.de im Kunstmuseum und im Service-Center der Volksstimme (Goldschmiedebrücke)

Wir empfehlen Ihnen den Kauf eines Tickets im VVK, um langes Anstehen am Abend zu vermeiden und dadurch Teile des Programms zu verpassen. 

Foto: Andre Wirsig

 

Das Programm der Langen Nacht der Fotografie

Bitte beachten Sie, dass die "Schreibkräfte" bereits 20.30 Uhr starten. 

 

 

LANGE NACHT DER FOTOGRAFIE AM 25.1.2020 | Einlass ab 18.30 Uhr

 

mit Cubehog

Cubehog, das sind Jessica Denecke und Ivo Siemonsmeier.

Innerhalb der letzten Dekade zählt Ivo Siemonsmeier genreübergreifend womöglich zu den emsigsten Magdeburger Musikern überhaupt. Zusammen mit Sängerin und Autorin Jessica Denecke verschreibt er sich im Duo Cubehog in schier unendlicher, leidenschaftlicher Hingabe der elektronischen Klangwelt und zählt im Ambient-Sektor ganz sicher zu den Pionieren einer ganzen Region.

Die Soul-Stimme von Jessica Denecke ergänzt die kühle technische Struktur der Titel um eine wohlige Wärme und Vertrautheit und erzeugt eine organische Atmosphäre. Man kann ihre gemeinsame Liebe zur Musik hören und auch auf der Bühne spüren.

https://cubehog.de

Tickets im VVK gibt es bei https://www.eventim.de im Kunstmuseum und im Service-Center der Volksstimme (Goldschmiedebrücke)

Wir empfehlen Ihnen den Kauf eines Tickets im VVK, um langes Anstehen am Abend zu vermeiden und dadurch Teile des Programms zu verpassen. 

Foto: Daniel Lehmann

 


LANGE NACHT DER FOTOGRAFIE AM 25.1.2020 | Einlass ab 18.30 Uhr

mit Robert Etzold und Raulito Wolf (DJ)

Bereits seit den 90er Jahren in der Szene aktiv, hat Robert Etzold bereits Einiges kommen und gehen sehen. Performances aller Art in zahllosen Clubs und Festivals in Deutschland und Europa hinter sich, war er bis zur endgültigen Schließung Resident-DJ des legendären Hamburger Clubs Moloch. Tief verankert in der Hamburger und Berliner Szene kuratiert Etzold außerdem die Party- und Podcastreihe >Breakfast of Champions<.

Seine Sets sind immer überraschend und lassen sich schwer in eine Schublade packen. Es ist wie der Fall bei Alice im Wunderland, hypnotischer Downtempo-Techno fusioniert mit unerwartet verspulten Momenten, düster und doch mit Leichtigkeit bewegen sich seine Sets.

Raulito Wolf, das Mastermind des Lotenheim Künstlerkollektivs und Teil des Festival Nomade in Südamerika, wird zur Langen Nacht der Fotografie erneut die Kirche des Klosters bespielen. Bereits 2018 und 2019 gab es im Zuge des Museumslauschens eine Zusammenarbeit zwischen dem Kunstmuseum Magdeburg und Raulito Wolf.

Sein Sound ist vielschichtig und immer wieder überraschend und so finden wir uns tanzend wieder, zwischen ekstatischem Berliner Untergrund und düsteren mexikanischen Dschungelklängen, welche zu einem grenzenlosen Klangteppich verschmelzen.

Tickets im VVK gibt es bei https://www.eventim.de im Kunstmuseum und im Service-Center der Volksstimme (Goldschmiedebrücke)

Wir empfehlen Ihnen den Kauf eines Tickets im VVK, um langes Anstehen am Abend zu vermeiden und dadurch Teile des Programms zu verpassen. 

Foto: Robert Etzold

 


LANGE NACHT DER FOTOGRAFIE AM 25.1.2020 | Einlass ab 18.30 Uhr

 

BEST OF MARGARETE -
                               The Ultimate Puppet Show

 Sie ist nicht mehr ganz jung, sie ist nicht mehr ganz frisch, aber ihr Temperament ist dasselbe wie vor 50 Jahren, als ihr zahlreiche Verehrer vom Zuschauerraum aus zujubelten.

Mit gnadenloser Direktheit, viel Witz und Verstand betört, verführt und spielt sie mit
ihrem Publikum. Wie eine Fürstin aus fernen Tagen erzählt sie aus ihrem schillernden Leben, in dem sie auch das Bauhaus kennengelernt hat.

Charmant und angriffslustig schmettert sie die dazu passenden Liebeslieder von

der Bühne und flirtet schamlos mit ihrem Pianisten, der wohl der einzige ist, der sich von ihr nicht aus der Ruhe bringen lässt.

Margarete von Sägebrecht zu Kahlenberge. Sie ist eine Puppe. Aber darüber spricht sie nicht gern. Wer ihrem Charme und dem ihres wunderbaren Begleiters nicht verfällt, ist selbst schuld.

mit: Johannes Grosz (Klavier) und Sophie Bartels (Gesang, Puppenspiel)

Sophie Bartels wurde 1983 in Magdeburg geboren, studierte in Berlin, Turku (Finnland) und Nürnberg Puppenspiel, Theater und Medienwissenschaften sowie neuere deutsche Literaturgeschichte; Ensemblemitglied Puppentheater Plauen-Zwickau 2011-2014 und am Figurentheater Chemnitz 2014-2016; lebt in Berlin

Tickets im VVK gibt es bei https://www.eventim.de im Kunstmuseum und im Service-Center der Volksstimme (Goldschmiedebrücke)

Wir empfehlen Ihnen den Kauf eines Tickets im VVK, um langes Anstehen am Abend zu vermeiden und dadurch Teile des Programms zu verpassen. 

Foto: Sophie Bartels


LANGE NACHT DER FOTOGRAFIE AM 25.1.2020 | Einlass ab 18.30 Uhr


Theatergruppe MARAÑA

Psychedelisch farbige Kreaturen verdrehen, verschränken und verknoten ihre Körper und bilden unaufhörlich neue Formen und Räume.

Maraña, das bedeutet in der Übersetzung so viel wie Gestrüpp oder Dschungel. Die Farben und Formen des Dschungels erfahren wir, wenn wir uns hineinbegeben. Einen ersten Schritt in das Dickicht gab es für Magdeburg bereits im Herbst 2018, beim WATER WALK, anlässlich der Ausstellung „Ambitus – Kunst und Musik heute“. In der Langen Nacht der Fotografie wird die Theatergruppe erneut zu erleben sein, anders, aber nicht weniger faszinierend. Seien Sie neugierig auf die ästhetische Welt, welche Maraña in der Langen Nacht für uns öffnet.

Tickets im VVK gibt es bei https://www.eventim.de im Kunstmuseum und im Service-Center der Volksstimme (Goldschmiedebrücke)

Wir empfehlen Ihnen den Kauf eines Tickets im VVK, um langes Anstehen am Abend zu vermeiden und dadurch Teile des Programms zu verpassen. 

 

Foto: Maraña

 

LANGE NACHT DER FOTOGRAFIE AM 25.1.2020 | Einlass ab 18.30 Uhr


mit dabei:

Die Königin des Theremin – Carolina Eyck

Die deutsch-sorbische Musikerin und Komponistin Carolina Eyck zählt zu den weltweit führenden Interpreten auf dem Theremin. Im Alter von 16 Jahren entwickelte sie ihre eigene präzise Spieltechnik für dieses faszinierende Instrument und veröffentlichte das erste umfangreiche Lehrbuch „Die Kunst des Thereminspiels“. Ihre Technik wird inzwischen von Thereministen auf der ganzen Welt angewendet und hat die Spielweise des Instruments revolutioniert.

Seit 2016 konzertiert Carolina Eyck mit ihrem innovativen Solo-Programm „Theremin & Voice“. Mit Loops und einer Vielzahl von Soundeffekten entwickelt sie ganze Chöre und erweitert die Farbpalette des Theremins. Beim Singen ohne Text verschmelzen Stimme und Theremin oft symbiotisch.

Sie gab Konzerte in über 30 Ländern und spielte als Solistin u.a. mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, den Brüsseler Philharmonikern, den Dresdner Philharmonikern und dem Orquesta Sinfónica Nacional de Argentina. Für Eyck schrieben die Komponisten Kalevi Aho, Andrew Norman, Dalit Warshaw und Régis Campo Concertos für Theremin und Orchester.

2016 veröffentlichte sie mit dem American Contemporary Music Ensemble eine LP mit ihrer eigenen Komposition „Fantasias for Theremin and String Quartet“.

Abb.: Carolina Eyck, Foto: Christian Hueller

Tickets im VVK gibt es bei https://www.eventim.de im Kunstmuseum und im Service-Center der Volksstimme (Goldschmiedebrücke)

Wir empfehlen Ihnen den Kauf eines Tickets im VVK, um langes Anstehen am Abend zu vermeiden und dadurch Teile des Programms zu verpassen. 


LANGE NACHT DER FOTOGRAFIE am 25.1.2020 | Einlass ab 18.30 Uhr


mit dabei: My Mae 

Von einem mit Lichterketten behängten Proberaum aus, inmitten der Stille der Nacht, streifen My Mae mit ihrer Musik durch geheimnisvolle Wälder und verwunschene WG-Küchen. Sie erzählen Gute-Nacht Geschichten von schlaflosen Nächten und geheimen Gefühlen, leise und manchmal auch laut.
Es ist eine seltsame Nostalgie, die das Duo der Hamburgerin Singer-Songwriterin und des Mannheimer Songwriters und Bassisten umgibt.
Sanft umtanzen die filigranen Basslines von Timo Zell die ebenso zerbrechlich wie eindringliche Stimme von Emiliy-Mae Lewis, die ihre bildhaften Geschichten direkt in die Ohren der Zuhörenden zu flüstern scheint. 

Foto: Philipp Seliger

Tickets im VVK gibt es bei https://www.eventim.de im Kunstmuseum und im Service-Center der Volksstimme (Goldschmiedebrücke)

 

 

 

Tickets jetzt - für die Lange Nacht am 25.1.2020

Karten für dieLange Nacht der Fotografie“ im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen gibt es ab sofort im Kunstmuseum und im ServiceCenter der Volksstimme, Goldschmiedebrücke, zum Preis von 8 Euro (Abendkasse: 10 Euro, Kinder/Jugendliche bis 18 J. frei).
Die „Lange Nacht“ findet am 25.1.2020 von 19 bis 24 Uhr statt, mit Musik, Ballett, Literatur, Gesprächen, Führungen, Angeboten für Kinder und noch vielem anderen zum Mitmachen, Schauen, Hören oder Staunen. Den visuellen Background liefert die Ausstellung „Moderne.Ikonografie.Fotografie. Das Bauhaus und die Folgen 1919 – 2019“.   

 

 

 

 

Fotowettbewerb >Die Moderne – and me<

#meinemodernemagdeburg

Magdeburg ist eine Stadt der Moderne, die durch das Bauhaus nachhaltig geprägt wurde.  Schauen wir uns in der Stadt um, stellen wir fest – Cracau, Stadtfeld West, die Stadthalle – das Neue Bauen hat die Magdeburg verändert.

Zur ungefähr gleichen Zeit hält die Fotografie Einzug in den Alltag und hat als zentrales Kommunikationsmedium bis heute an Bedeutung nichts verloren. Täglich dokumentieren Milliarden von Smartphone-Besitzern ihr Leben in Schnappschüssen. Das schöpferische Potential der Fotografie ist ungebrochen. Grund genug, nach den schönsten Motiven eurer „Magdeburger Moderne“ zu suchen.

Schaut euch in der Stadt um und setzt die Moderne in Szene. Ob als Architekturfoto oder Porträt, als Detailaufnahme oder Collage – wichtig ist, dass die Aufnahme digital vorliegt (jpg.)

Alle Fotografien werden im Rahmen der Langen Nacht der Fotografie am 25.1.2020 präsentiert. Die besten Einsendungen werden prämiert.

Einsendungen unter kunstvermittlung@kunstmuseum-magdeburg.de bis zum 15.1.2020.

 

 

 

Vortrag über Bauhauskünstler Xanti Schawinsky

Von Magdeburg in die Welt geht es im Vortrag von Dr. Annegret Laabs am 27.11., 19 Uhr, im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen. Es handelt sich jedoch um keinen Reisebericht, sondern um Einblicke in die bemerkenswerte Biografie von Xanti Schawinsky (1904-1979). Der Künstler war nicht nur am Bauhaus tätig, sondern von 1929 bis 1931 Leiter der Grafikabteilung des Magdeburger Hochbauamtes, bevor er über Berlin und Italien in die USA emigrierte.

Im Magdeburger Stadtarchiv zeugen rund 300 Fotografien von seiner Arbeit. Einige der Aufnahmen sind in der Ausstellung „Moderne.Ikonografie.Fotografie. Das Bauhaus und die Folgen 1919-2019“ zu sehen.

Der Vortrag widmet sich dem künstlerischen Werk Schawinskys und lenkt den Fokus insbesondere auf die Magdeburger Zeit.

Wir laden Sie zum Vortrag herzlich ein.

Abb.: Xanti Schawinsky, Magdeburg, Breiter Weg, Ecke Alter Markt 32-29, um 1929, Copyright Kunstmuseum Magdeburg und Schawinsky Estate

 

 

 

Malen mit Licht - Der Fotograf Heinrich Heidersberger

Einer der besten Kenner des Fotografen, Bernd Rodrian, ist am 13.11., 19 Uhr, im Kunstmuseum zu Gast. In der Reihe „Mittwochabend“ widmet sich der Leiter des Instituts Heidersberger, Wolfsburg, insbesondere den Rhythmogrammen. Diese experimentellen Lichtbilder gelten als wichtigster Teil im umfangreichen Schaffen Heidersbergers. Dafür entwickelte er in den fünfziger Jahren einen Apparat, mit dessen Hilfe Lichtspuren direkt auf Fotomaterial aufgezeichnet werden konnten, ohne Kamera. Er nannte die so erzielten Bilder Rhythmogramme.
Der Faszination der Rhythmogramme kann man sich schwer entziehen. Ihre spielerische Leichtigkeit beeindruckt ebenso wie die Komplexität und scheinbar unendliche Vielfalt der Formen. Einige dieser Arbeiten sind in der Ausstellung „Moderne.Ikonografie.Fotografie. Das Bauhaus und die Folgen 1919-2019“ zu sehen (s. Abb., rechts).

Nutzen Sie mittwochs auch die Abendöffnung von 19 bis 21 Uhr. 

 

Am Abend ins Kunstmuseum

Das können Sie während der Ausstellung "Moderne.Ikonographie.Fotografie. Das Bauhaus und die Folgen 1919 - 2019" im November an folgenden Tagen, von 19.00 - 21.00 Uhr:

6. November | 13. November | 20. November | 27. November | in Verbindung mit einer Führung, außer am 13. und 27.11.

Am 13.11. ist Bernd Rodrian zu Gast, Leiter des Instituts Heidersberger, Wolfsburg, der in einem Vortrag den Fotografen Heinrich Heidersberger vorstellt. 

Am 27.11. widmet sich Dr. Annegret Laabs dem Bauhauskünstler Xanti Schawinsky, der in magdeburg zahlreiche fotografische Spuren hinterlassen hat.  

Zu beiden Veranstaltungen erhalten Sie jedoch noch eine gesonderte Info und Einladung. Nutzen Sie dafür unseren Newsletter! 

 

Blick in die Ausstellung, Foto Hans-Wulf Kunze

 

Literatur trifft Fotografie

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Rendezvouz. Dabei treffen Literatur und Fotografie aufeinander.
Autorinnen und Autoren haben Texte zu ausgewählten Aufnahmen der Ausstellung "Moderne.Ikonografie.Fotografie. Das Bauhaus und die Folgen 1919 - 2019" geschrieben. Zum ersten Mal zu hören und zu erleben sind sie am 23.10., ab 19.00 Uhr
Die Lesung ist zugleich ein Rundgang durch die Ausstellung. Vielleicht sind die Texte ja auch Anregungen, sich über die Werke zu unterhalten, deren Motive vom Porträt über die Produktpräsentation, Stadtlandschaft bis hin zur Inszenierung reichen. 
Geschrieben haben die Texte Mitglieder des Fördervereins der Schriftsteller e.V. 

 

_________________________________________________________________

 

Mittwochabend - mit Maix Mayer

 

 

Wir laden Sie am 9.10., 19.00 Uhr, herzlich zu einem Gespräch mit dem in Leipzig lebenden Künstler Maix Mayer ein. Anlass bildet die Ausstellung "Moderne.Ikonografie.Fotografie. Das Bauhaus und die Folgen 1919 - 2019", in der auch Arbeiten Maix Mayers zu sehen sind. In deren Mittelpunkt stehen Bauten von Ulrich Müther, der in Magdeburg vor allem durch die Hyparschale bekannt ist. Maix Mayer ist den Spuren des Architeken gefolgt und hat die umfangreiche visuelle Recherche im Film "Schalenterritorien" verarbeitet.

Die Hyparschale spielte bereits in einem anderen Film von Mayer eine wichtige Rolle, in "Alphaville MD" (2010). Insofern ist der Künstler durch seine jahrelange Beschäftigung mit Müther auch einer derjenigen, die wichtige Impulse für den Erhalt dieses markanten und wichtigen Gebäudes gegeben haben.  

 

Natürlich können Sie an diesem Abend auch die Ausstellung anschauen. 

 

Weitere Abendöffnungen (mit Führung) gibt es z.B. am 16.10.; 30.10. und 6.11. Beginn der Führungen ist 19.00 Uhr. Geöffnet ist das Museum dann bis 21.00 Uhr.  

 

Über die folgenden Veranstaltungen in der Ausstellung informieren wir Sie regelmäßig. 

 

Abb: Hyparschale, Magdeburg, Standbild aus "Alphaville MD" von Maix Mayer

 

_________________________________________________________________

 

 

Die Ausstellung 
Moderne.Ikonografie.Fotografie. Das Bauhaus und die Folgen 1919 - 2019

 

wurde am 21.9.2019 eröffnet. Mit dabei war auch die neue bauhauskapelle (s. Foto). 200 Gäste nahmen an der Vernissage teil und hatten somit das Privileg, die sich über zwei Etagen und mehrere Räume erstreckende Ausstellung als erste Besucher zu betrachten.
Von der Eröffnung ging es dann sofort weiter in die Kultunacht. Auch die Gäste der Kulturnacht nutzten die einmalige Gelegenheit, die 400 Fotografien und anderen Arbeiten bis Mitternacht anschauen zu können. Insgesamt hatte die Ausstellung damit an ihrem Eröffnungstag über 500 Besucher. 
Wir laden aber auch alle anderen herzlich ein! Die einmal gekaufte Eintrittskarte gilt dann doppelt, das heißt, wer sie beim nächsten Besuch im Zeitraum bis zum 9.2.2019 vorlegt, für den ist dieser Ausstellungbesuch kostenlos. 

 

Impressionen aus der Kulturnacht, nach der Vernissage, alle Fotos: Archiv Kunstmuseum

 

 

 

 

Klangskulptur "Long Lost Bells | Verlorene Glocken" von Robin Minard

 

"Meist zielen meine Installationen darauf ab, der Öffentlichkeit den gewählten Raum intensiver erlebbar zu machen oder ihr eine neue oder angereicherte Wahrnehmung ihrer Umgebung zu verschaffen." (R.M.)

 

Seit Ende Mai 2019 gehört die Klangskulptur "Long Lost Bells | Verlorene Glocken" von Robin Minard zum Skulpturenpark des Kunstmuseums. Das jüngste Kunstwerk des Museums schlägt zugleich eine Brücke in die Vergangenheit der Stadt und des Ortes. Von 11.00 Uhr bis 22.00 Uhr erklingt zu jeder vollen Stunde eine Komposition des kanadischen Künstlers, bestehend aus Tönen von Glocken aus Magdeburger Kirchen, die im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Der Zeitraum erinnert dabei an die Dauer des schwersten Luftangriffs auf die Stadt, am 16.1.1945, der 11 Uhr begann.