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Ein Museum braucht Freunde und Förderer,
die sich dem Museum und seinem Programm verbunden fühlen, damit es ein aktiver Bestandteil des kulturellen Lebens einer Stadt, ja einer ganzen Region sein kann. Aus diesem Grund hat sich 2002 ein Freundeskreis (VR 11780, Amtsgericht Stendal) gegründet.


Wir unterstützen das Museum

  • ideell und materiell beim Erwerb von Kunstwerken,

  • bei der Vorbereitung und Durchführung von Ausstellungen,

  • bei der wissenschaftlichen Arbeit,

  • bei der Vermittlung künstlerischer Ideen im Rahmen von Publikationen und Veranstaltungen

  • beim Betreiben des Museumsshops.

Natürlich versuchen wir, möglichst viele Veranstaltungen des Kunstmuseums zu besuchen. Andererseits helfen wir in „unserem" Museum auch tatkäftig mit - etwa bei Ausstellungseröffnungen mit Kaffee und Kuchen oder Sekt und Wein.

 

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Ankauf von Werken von Ruth Francken durch die Freunde und Förderer des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg e.V.


Der Verein Freunde und Förderer des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg hat sieben Werke von Ruth Francken für das Kunstmuseum Magdeburg angekauft. Das Erworbene ergänzt die bereits in der Sammlung vorhandenen Arbeiten Franckens und stellt einen überaus wichtigen Brückenschlag zu den späteren Arbeiten dar. So verweisen die Malereien aus den frühen sechziger Jahren in ihrer Formensprache bereits auf totenkopfartige Bronzeplastiken, die schon kurze Zeit später entstehen.


Ruth Francken wurde 1924 in Prag geboren, wuchs in Wien auf, zog 1939 nach Oxford, um Malerei bei Arthur Segal zu studieren und emigrierte aufgrund der Judenverfolgung in der NS-Zeit über Paris nach New York, um ab 1952 in Paris sesshaft zu werden. Dort verstarb sie 2006. Das Malen mit wässrig aufgetragenen Farben, wie es in der angekauften Serie „ohne Titel“ zu sehen ist, hatte sie in der amerikanischen Emigration kennengelernt. Franckens Arbeiten entstehen mit wenigen gestischen Schwüngen und Setzungen. Absichtlich nutzt sie die Farben von Kinderspielzeug, wie sie selbst erklärt. Die Farbströme versprechen emotionale Heilung nach dem Trauma von Krieg, Terror und der Auslöschung ihres Volkes und seiner Sprache. Die Werke haben keinen Titel, was dazu einlädt, das Bildgeschehen frei zu deuten. Immer wieder bildet sich darin die Kreisform ab, oft an leere Augen erinnernd – ein von Kinderfarben überdecktes Schweigen von etwas, über das nicht gesprochen werden kann.


Die Neuerwerbungen sind derzeit in der Sammlungsausstellung „Partituren“ zu sehen, deren Laufzeit bis zum 16. August 2020 verlängert wurde.


Die Freunde und Förderer des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg begleiten die Aktivitäten des Kunstmuseums vielseitig – ideell und materiell. So unterstützt der Verein unter anderem den Erwerb von Kunstwerken, die Vermittlungsarbeit z.B. in Form von zwei KinderKunstKlassen, die wissenschaftliche Arbeit und die Veranstaltungsorganisation.

 

Foto: Hans-Wulf Kunze

 

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Volksstimme 23. Juli 2015: