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li.: Martin Assig, Das ganze Leben lang, aus der Reihe St. Paul, Nr. 486, 2013, Tempera, Wachs auf Papier, Foto:  Martin Assig; re.: Martin Assig, Wenn ich sterbe bin ich nicht tot, aus der Serie St. Paul, Nr. 485, 2013, Tempera, Wachs auf Papier, Foto: Martin Assig 

 


      Martin Assig | Weil ich geboren wurde
      21.5. - 1.9.2019; Eröffnung: 19.5.2019, 15.00 Uhr


Es ist eine außergewöhnlich umfangreiche Ausstellung, die das Kunstmuseum Martin Assig widmet. Gezeigt werden insbesondere neue Arbeiten aus der Serie St. Paul. Darunter befinden sich Leihgaben aus wichtigen privaten Sammlungen. 

Still und gebunden im Rätsel ihrer Erfindungsgabe öffnet die ungewöhnliche Bildwelt von Martin Assig viele Türen zu subjektiven Spiegelungen beim Betrachter. Den Zugang schaffen die Einfachheit, Wiederholung und Flächigkeit seiner Motive, verbunden mit einem hoch sensiblen Farbensinn. Als hätte der Künstler die Gabe, unter dem sichtbaren Äußeren das verborgene Innenleben hervorzukehren, wirken seine Werke oft wie Umschriften, in denen uns ein inneres Seelenleben in schlichten Mustern oder treffenden Aussagen begegnet. Alles wirkt geschöpft aus reicher kultureller Tiefe. 
Das Bodenbild von Martin Assig für die Klosterkirche vervollständigt diesen Raum und fügt sich ästhetisch ein, als wäre es schon immer hier. Immer schon gab es in diesem Bauwerk Fußböden, die aus Gipsestrich bestehen und darin Bilder einzulegen, war zur Bauzeit des Klosters typisch für den Harzraum. Daher wurde das Bild von Martin Assig in dieser alten aufwändigen Technik durch die Firma Huschenbeth, Mühlhausen, ausgeführt. 
Die Ausstellung öffnet den Blick auf das umfangreiche aktuelle Werk von Martin Assig und nimmt Bezug auf die Entstehungsgeschichte des Fußbodenbildes in der Kirche.

 

Christopher John Smith, Jenseits der Leere, 2018, Detail, Foto: Chr. J. Smith

 

CHRISTOPHER SMITH | surface
30. Mai – 1. September 2019 | Eröffnung: 29.5.2019, 19.00 Uhr

 

Es sind die nicht mehr benötigten Alltagsgegenstände, jene nützlichen Dinge, die einst den Alltag bestimmten und nun ohne Aufgabe sind, aus denen Christopher Smith seine Skulpturen schafft.
Leiser Klang entsteht in Gedanken an das, was niemand sehen kann, den Lufthauch, der durch die Gläser hindurchfegt, und das Unerhörte, das sich aus den Gegensätzen entwickelt, die der grobe rostmetallene Lüfter und die weiche biomorphe Form der gegossenen Gläser beim Betrachter hinterlässt. Das harte Material des Glases und des Ventilators, die runden Formen der Skulpturen und schnell wird klar, dass Christopher Smith mit seinen Skulpturen über den Raum, die Form im Raum und über die Wirkung der Form nachdenkt und damit die Traditionen aufnimmt, wie sie die englischen Bildhauer seit Henry Moore über Anthony Caro bis Tony Cragg in seinem Heimatland beschäftigen. Wenn er voller Ruhe und Gelassenheit über das Thema Zeit spricht, über die Freiheit, die er sich nimmt, bis die Form entsteht und die 120 Kilogramm schwere Skulptur sich nach Monaten intensiver Beschäftigung mit dem Material zu einem neuen Gegenstand formt, spürt man das Wissen eines Bildhauers um die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten skulpturaler Ideen.

 

   

      StoryWorks: Kunstwerke erzählen Geschichte(n)

 

30. Januar - 22. April 2019 | verlängert bis 28. April 2019

 

Dem Kunstmuseum Magdeburg ist es während der vergangenen Jahre, trotz der komplizierten Bedingungen, immer wieder gelungen, seine Sammlungen um neue und wichtige künstlerische Positionen zu erweitern. So konnten Werkreihen wie auch einzelne, wichtige  Arbeiten nationaler und internationaler Künstler dem Bestand hinzugefügt werden, zum Beispiel von Lucas Foglia, Eberhard Blum, Pepa Hristova, Alicia Paz, Wieland Krause, Max Uhlig, Peter Herrmann oder Xanti Schawinsky.


Die Ausstellung umfasst jedoch nicht nur in der jüngsten Vergangenheit erworbene Kunstwerke, sondern rückt auch andere in den Fokus, die mitunter schon lange zum Bestand gehören. StoryWorks visualisiert damit auch die Geschichte der Sammlung und zugleich des Kunstmuseums. Die Kunstwerke sind darüber hinaus Ausdruck der Zeit, in der sie entstanden und selbstverständlich ebenso der Biographien der Künstlerinnen und Künstler.

Geschichten ließen sich über viele der Arbeiten erzählen, wie jene von der Heimkehr des Vaters aus der Gefangenschaft nach dem 2. Weltkrieg; von Porträts einer archaisch anmutenden Kultur in den Bergen Albaniens; von Menschen, die ihren oft ganz eigenen amerikanischen Traum leben oder von Geheimnissen, Rätselhaftem und Wunderbarem, die ein Kunstwerk auch beinhaltet. 

 

In der Ausstellung sind Werke folgender Künstler zu sehen: Yto Barrada, Horst Bartnig, Laura Bielau, Eberhard Blum, Christian Boltanski, Lawrence Carroll, William Christenberry, Brian Eno, Lucas Foglia, Andrea Fraser, Jochen Gerz, Günter Fruhtrunk, Pepa Hristova, Peter Herrmann, Annika Kahrs, Wieland Krause, Hans-Wulf Kunze, Marie-Jo Lafontaine, Dieter Lahme, Klaus Lehmann, Rolf Lindemann, Mario Lobedan, Adolf Luther, Kaffe Matthews, Christiane Möbus, Alicia Paz, Karl Prantl, Hans Scheuerecker, Bernard Schultze, Tilo Schulz, Hans Schulze, Sean Scully, Laurie Simmons, Max Uhlig, Richard T. Walker, Olaf Wegewitz, Andreas von Weizsäcker u.a.